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Kalk als "Motor" der Bodenaktivität und Nährstoffaufnahme

Kalk reguliert und steuert den pH-Wert des Bodens, indem die Säuren abepuffert werden. Dieser Vorgang wirkt sich entscheidend auf die pflanzliche Verfügbarkeit anderer Nährstoffe aus. So werden beispielsweise auf sauren Standorten gewisse Elemente (darunter auch schädliche Schwermetalle) besser, andere wie Phosphor und Stickstoff schlechter für die Pflanzen verfügbar. Generell wird bei extremer Bodenversauerung das Pflanzenwachstum jedoch durch ungünstige Verhältnisse zwischen den Nährstoffen gehemmt. Kalk ist zudem massgeblich an der Bildung stabiler Ton-Humuskomplexe beteiligt. Durch eine intakte Bodenstruktur wird das Wasser besser aufgenommen, die Böden neigen weniger zur Verschlämmung und können früher befahren werden. In Trockenperioden wird das Wasser wie in einem Schwamm gespeichert.

Kalk schafft leben

Einflüsse einer Kalkung auf das Bodenleben

mehr Regenwürmer

  • + bessere Luft- und Wasserführung
  • + bessere Durchwurzelung
  • + mehr Ton-Humus-Komplexe

mehr Bakterien

  • + schnellerer Verrottung
  • + bessere Humusbildung
  • + bessere und stabilere Bodenstruktur
  • + höhere Nährstoffausnutzung

weniger Pilze

  • + gesündere Pflanzen
  • + weniger Pflanzenschutzaufwand